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Klaus Weidlich 2. Juni 2020

Die Börse: Nach einer harschen Talfahrt ging es an den Börsen unerwartet schnell wieder aufwärts. Die Gründe sind vielschichtig. Ein Grund ist, dass durch die extremen staatlichen Förderprogramme in Europa, in Asien und in den USA die wichtigen Konzerne schnell wieder Perspektive fassen konnten. Ein weitaus wichtigerer Grund ist die jetzt noch lockere Geldmarktpolitik der Zentralbanken. Die zu erwartende Flut an Liquidität fließt auch an die Börsen. Dies treibt die Kurse nach oben, obwohl in den nächsten drei Jahren die Dividenden gering oder vollständig ausfallen dürften. Da jedoch der Wert einer Aktie an der Wirtschaftserwartung und am Dividendenwert hängt, sollte jedem klar sein, dass die Börse schnell wieder in eine Überhitzung läuft.

Alternative Investments: In dieser Kategorie haben die meisten unserer Kunden investiert. Dies liegt auch daran, dass das Archimedes-Konzept auf diese Elemente zurückgreift, um so eine Struktur aus Rendite und systembedingten Sicherheiten zu schaffen. Bei allen diesen Anlagemöglichkeiten können wir mit heutigem Stand sagen, dass alle Elemente nach Plan wirtschaften. Auszuschließen ist jedoch nicht, dass im Einzelfall die Corona-Krise einen geringen Renditeverlust kosten könnte (z. B. statt 5,8% p.a. jährlicher Rendite nur 5,3% p.a.). Hier spricht man trotzdem von einem störungsfreien Verlauf.

Immobilien: Fachleute sind sich darin einig, dass die Zeit der schnellen Preissteigerungen vorbei ist. Im Süden Deutschlands geht man von stabilen Preisen aus. Im Norden Deutschlands waren örtlich kleinere Preissenkungen zu beobachten. Auf dieser Basis bleibt die Immobilie langfristig eine wertvolle Kapitalanlage mit Inflationsausgleich, aber ohne besondere Wertsteigerung. Hier sind insbesondere Kapitalanlagen mit Finanzierung zu 100% zu empfehlen. Da der Finanzierungszins niedriger als die Miete ist, entsteht aus der Differenz ein zusätzlicher steuerfreier Gewinn.